Lena-Maria Lücken ist Präventionsfachkraft für die Kreise Borken, Coesfeld, Recklinghausen und Steinfurt

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt steht für Lena-Maria Lücken an erster Stelle. Viel Erfahrung hat die 30-Jährige bereit beim Thema Prävention. Diese kann sie in ihre neuen Aufgabe einbringen: Seit April ist die Sozialarbeiterin als regionale Präventionsfachkraft im Bistum Münster zuständig für die Kreisdekanate Borken, Coesfeld, Recklinghausen und Steinfurt. Die Münsteranerin folgt auf Yvonne Rutz, die das Bistum auf eigenen Wunsch verlassen hat.

„Ich freue mich darauf, die Menschen in den Pfarreien und kirchlichen Einrichtungen mit dem Thema vertraut zu machen und sie zu sensibilisieren“, sagt Lena-Maria Lücken. Wie ihre Vorgängerin wird sie die Pfarreien dabei begleiten, ein Institutionelles Schutzkonzept (ISK) zu erstellen, in dem Maßnahmen festgelegt werden, die das Risiko sexualisierter Gewalt in den kirchlichen Einrichtungen senken. Dazu hat das Bistum Münster alle Pfarreien und Einrichtungen verpflichtet.

Bei ihrer neuen Aufgabe fängt Lena-Maria Lücken nicht bei null an. Fast alle Pfarreien haben sich in den vergangenen Jahren schon mit dem Thema befasst; manche haben ihr ISK bereits verabschiedet, andere stehen noch am Anfang. Für die 30-Jährige steht vor allem der Prozess im Mittelpunkt: „Der Weg ist das Ziel, denn nur durch die eigene Auseinandersetzung mit dem Thema wachsen die Sensibilität und die Achtsamkeit für das Tabuthema der sexualisierten Gewalt“, betont sie.

Sowohl als Bildungsreferentin bei der Kolpingjugend Diözesanverband Münster als auch als pädagogische Fachkraft im Regionalbüro Ost, das die Kinder- und Jugendarbeit im Bistum Münster unterstützt, war sie für das Thema Prävention zuständig. Als Schulungsreferentin hat sie Gruppenleiterinnen und -leiter von Ferienfreizeiten und Verbänden, Messdienerleiterinnen und -leiter sowie weitere Ehrenamtliche aus der Kinder- und Jugendarbeit aufgeklärt, wie wichtig Prävention ist und worauf dabei zu achten ist. Eine Beobachtung hat sie immer wieder gemacht: „Am Anfang war die Motivation oft nicht so groß, sich zusätzlich zu der eigentlichen Arbeit noch mit einem weiteren Thema auseinanderzusetzen. Am Ende waren sich die Teilnehmer fast immer einig: Das ist wichtig, das ist eine gute Sache.“

Für ihr neues Aufgabenfeld wird Lena-Maria Lücken viel in den Pfarreien unterwegs sein und gemeinsam mit den Haupt- und Ehrenamtlichen Regeln zur Gestaltung von Nähe und Distanz, Sprache und Wortwahl erarbeiten und Beschwerdewege festlegen. Neben der präventiven Arbeit möchte sie die Menschen vor Ort befähigen, wie sie in einem konkreten Fall reagieren können, wenn sich ihnen ein Kind anvertraut. „Wichtig ist, dass wir diese Dinge für alle transparent machen und so das Thema ins Bewusstsein holen.“

Lena-Maria Lücken ist per Email an luecken@bistum-muenster.de zu erreichen.

Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es im Internet unter www.praevention-im-bistum-muenster.de.

Logo Bistum Münster