Sicher Handeln

Kinder und Jugendliche brauchen die Wertschätzung und bedingungslose Anerkennung als wertvoller Mensch. Sie brauchen Sicherheit und Schutz, sie brauchen die Erfüllung körperlicher Grundbedürfnisse, Anregungen zu Spiel und Leistung, sie müssen sich selbst verwirklichen und Einfluss nehmen können.

Ehrenamtliche und hauptberufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Jugendarbeit übernehmen in vielfacher Weise Verantwortung für das Wohl der ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen. Sie müssen sich aber auch der Tatsache stellen, dass sich unter den Kindern und Jugendlichen nicht nur Opfer von Misshandlung, Vernachlässigung oder sexueller Gewalt befinden können, sondern auch Täter oder Täterinnen in den eigenen Reihen.

Werden Grenzverletzungen, sexuelle Gewalt, Misshandlungen oder Vernachlässigung durch eigene Beobachtungen, Mitteilungen oder Erzählungen anderer bekannt, kommt es schnell zu emotionalen Reaktionen, die zu Aktionismus verleiten. Scharfe Verurteilungen oder auch Bagatellisierungen oder Verleugnungen der Taten sind zwei extreme Reaktionsmuster. Sowohl die bagatellisierende als auch die verleugnende Haltung helfen dem Beteiligten nicht. Damit es aber auch nicht zum falschen Aktionismus kommt, bedarf es einer Orientierung für das eigene Verhalten und Handeln.


Grundsätzlich gelten immer die folgenden Schritte:

1.   Ruhe bewahren!
2.   Beobachten und dokumentieren!
3.   Vertrauen schenken!
4.   Sich selber Hilfe holen!

Die folgenden Handlungsleitfäden geben haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter/innen in der Jugendarbeit Hinweise für ein angemessenes Verhalten in diesen (Krisen-)situationen. Sie werden ergänzt durch einen Dokumentationsbogen und Vermutungstagebuch.

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