Wissen für besseren Kinderschutz

Begleitet wurden die Teilnehmer von FBS-Leiterin Ulrike Paege sowie den Lehrgangsleitungen Margot Feldmeyer-Goecke und Jana Eggenkämper vom Deutschen Kinderschutzbund Rheine. Foto: FBS Rheine

Eine frühzeitige Wahrnehmung von kindeswohlgefährdenden Verhältnissen ist nach der Einführung des Bundeskinderschutzgesetzes im Januar 2012 eindeutig formuliert. Dies fordert besonders die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kindertageseinrichtungen heraus. Sie haben in den öffentlichen Einrichtungen oftmals den ersten Kontakt zu den Kindern und deren Familie.

Die frühzeitige Risikoeinschätzung bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung ist eine herausfordernde und schwierige Aufgabe im Kita-Alltag. Um dieses Risiko jedoch fachlich und angemessen einschätzen zu können, sind 13 Mitarbeiterinnen gestartet, um sich in der Familienbildungsstätte Rheine weiterzubilden. Das Ziel hieß, schon im Vorfeld professionell handeln zu können. Die von der FBS Rheine organisierte und in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kinderschutzbund Rheine durchgeführte und breit aufgestellte Fortbildung, vermittelte vor allem Einschätzungskriterien und fundierte Sachkenntnis. Darüber hinaus wurden Kenntnisse über bestehende Strukturen und Vernetzungsmöglichkeiten vor Ort zur Unterstützung beim Verdacht von Kindeswohlgefährdung als Themen behandelt. So erfolgte eine gelungene Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt Rheine, der Bereich Opferschutz der Polizei sowie der Frauenberatungsstelle.

In 68 Unterrichtseinheiten wurden Themen, wie die psychosexuelle Entwicklung von Kindern mit dem Schwerpunkt belastender Erfahrungen durch sexuelle Übergriffe und sexuelle Gewalt, Ressourcen und Resilienzen im Hinblick auf Kinder in belastenden Lebenssituationen, Methoden der kollegialen Beratung, Gesprächsführung mit Eltern in belastenden Situationen und das Themenspektrum von traumatischer Erfahrungen bei Kindern ausgelöst durch Kindeswohlgefährdung bearbeitet.

 

 

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