Pfarrei in Freckenhorst und Hoetmar legt Institutionelles Schutzkonzept vor

Eine Arbeitsgruppe aus haupt- und ehrenamtlichen ertretern der Pfarrei St. Bonifatius und St. Lambertus hat mit Unterstützung der regionalen Präventionsfachkraft Doris Eberhardt ein Institutionelles Schutzkonzept (ISK) erstellt: (vorne von links) Stefan Frier, Pfarrdechant Manfred Krampe, Pastoralassistent Thomas Klümper, Rita Niemerg, Sebastian Bause, Dr. Ingrid Wüller, Doris Eberhardt, Renate Brune, Beate Bütfering, Elisabeth Volkmann, Timo Brunsmann und Susanne Drews. Foto: Bischöfliche Pressestelle/Ann-Christin Ladermann
(vorne von links) Stefan Frier, Pfarrdechant Manfred Krampe, Pastoralassistent Thomas Klümper, Rita Niemerg, Sebastian Bause, Dr. Ingrid Wüller, Doris Eberhardt, Renate Brune, Beate Bütfering, Elisabeth Volkmann, Timo Brunsmann und Susanne Drews

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen ist der Pfarrei St. Bonifatius und St. Lambertus in Freckenhorst und Hoetmar ein wichtiges Anliegen. Mit dem Institutionellen Schutzkonzept, kurz ISK, setzen die Verantwortlichen nun ein Signal – schwarz auf weiß. Die Schutzkonzepte, die alle Pfarreien des Bistums Münster erstellen, sollen Maßnahmen festlegen, die das Risiko sexualisierter Gewalt in den kirchlichen Einrichtungen senken. Am 29. Januar stellten die Mitglieder der Projektgruppe rund um Pastoralreferent Sebastian Bause das Konzept vor, das dieser als „Meilenstein für die Pfarrei“ bezeichnete.

Eineinhalb Jahre lang haben Haupt- und Ehrenamtliche, darunter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Bereichen der Kinder- und Jugendarbeit, an dem Konzept gearbeitet. Begleitet und beraten wurden sie von der regionalen Präventionsfachkraft für das Kreisdekanat Warendorf, Doris Eberhardt. „Von Anfang an war es bei Ihnen wichtig, dass das ISK einen praktischen Bezug hat“, lobte sie die Arbeit der Projektgruppe und zeigte sich überzeugt, dass es in der Pfarrei viele Menschen gebe, „die das Papier mit Leben füllen“.

Bei vielen Treffen und Gesprächen haben die Verantwortlichen eine Reihe von Regeln zur Gestaltung von Nähe und Distanz, Sprache und Wortwahl zum Schutz von Kindern und Jugendlichen gegen sexualisierte Gewalt erarbeitet. „Wo gibt es bei uns Kontakt zu Kindern und Jugendlichen? Was läuft in Sachen Prävention schon gut und wo müssen Regeln und Abläufe optimiert werden?“, nannte Bause Fragen, mit denen sich die Mitglieder beschäftigt haben. „Da geht es manchmal nur um eine Tür zum Keller oder Dachboden, die in Kitas künftig abgeschlossen bleibt“, sagte er. Festgelegt wurde aber beispielsweise auch, dass neben allen hauptamtlichen Mitarbeitern auch alle Ehrenamtlichen, die regelmäßig Kontakt zu Kindern und Jugendlichen haben, ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen müssen, wenn sie ihre Aufgabe antreten.

Die Mitglieder der Projektgruppe wurden von einem Hauptgedanken geleitet: „Wir möchten unser Möglichstes tun, damit unsere Räume sichere Räume sind“, sagte der Pastoralreferent. Neben dem Schutz von Kindern und Jugendlichen sollen mit dem ISK auch alle haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter handlungssicher und sprachfähig gemacht werden, um Opfern von Grenzverletzungen zur Seite stehen und sie bestmöglich unterstützen zu können.

In der Pfarrei St. Bonifatius und St. Lambertus gilt es nun, das Konzept in den Pfarreialltag einzubinden. Alle Haupt- und Ehrenamtlichen erhalten eine gedruckte Fassung, ebenso alle Familien, deren Kinder an den Angeboten der Pfarrei teilnehmen oder eine Kita besuchen. Alle Interessierten können das Konzept im Pfarrbüro abholen oder im Internet unter www.bonifatius-lambertus.de/isk einsehen. Als Präventionsfachkräfte geschult und beauftragt worden sind Pastoralreferent Sebastian Bause und Renate Brune, Leiterin der Kita St. Josef. Doch den Verantwortlichen ist es wichtig, dass das Thema dauerhaft wachgehalten wird. Darum sind offene Gesprächskreise geplant, an denen sich Pfarreimitglieder über das ISK informieren und miteinander austauschen können.

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