Kinder- und Jugendschutz im digitalen Zeitalter

In der heutigen Lebenswelt nicht nur junger Menschen spielt die Differenz zwischen online und offline zunehmend keine Rolle. Insbesondere das  Leben vieler Jugendlicher spielt sich heute fast rund um die Uhr auch online ab. Dabei werden sie immer früher und auch unbeabsichtigt mit unterschiedlichen Formen der Sexualität konfrontiert und nutzen die digitale Welt auch zur Entdeckung der eigenen Sexualität: Cybergrooming (vom Englischen: anbahnen, vorbereiten) bezeichnet das gezielte Ansprechen Minderjähriger über das Internet mit dem Ziel der Täter, sexuelle Kontakte anzubahnen.
Zudem wird die klassische Form des Mobbings durch den Einsatz digitaler Medien beschleunigt und verstärkt. Natürlich bietet die Anonymität größeren Aktionsradius des Internets für ihre Zwecke.

Der Reiz digitaler Medien erhöht sich durch den Wissensvorsprung gegenüber Eltern und anderen Erwachsenen. Oft scheint Jugendlichen ein Gefühl dafür zu fehlen, welche sozialen Folgen ihr Medienhandeln haben kann.

SchulungsreferentInnen des Bistums Münster, die sich  das Thema Cybergrooming, -mobbing erarbeiten wollen, um es in die eigenen Schulungen zu integrieren oder Vertiefungsschulungen dazu anzubieten, waren der Einladung zu einer interessanten Werkstatt zu genau diesen Themenstellungen im Berufskolleg Canisiusstift eingeladen.

In einem ersten Teil wurden von den beiden Schulungsreferentinnen und Präventionsfachkräften Dr. Antje Klüber, Fachpsychologin und Mechthild Passerschröer, Diplom Sozialpädagogin inhaltliche Informationen zum Thema zu vermittelt. Die Teilnehmerinnen konnten zudem wichtige Strategien, wie sie Betroffenen, wie auch Eltern Unterstützung bieten können erarbeiten.

Im zweiten Teil wurden Handlungsmöglichkeiten/-strategien für Kinder, Jugendliche, Eltern, BetreuerInnen  inhaltlich erarbeitet. Dazu wurden kreative  Methoden für die eigenen Präventionsschulungen in diesem Bereich ausprobiert, um in Zukunft Konzepte für die eigenen Präventionsschulungen zu entwerfen.

 

 

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