Horstmarer Pfarrei St. Gertrudis erstellt Institutionelles Schutzkonzept (ISK)

Eine Arbeitsgruppe hat mit Unterstützung der regionalen Präventionsfachkraft Yvonne Rutz ein Institutionelles Schutzkonzept (ISK) erstellt - von links: André Heinze, Annegret Geisler, Ingrid Reuver, Maria Eckrodt-Bülters, Pfarrdechant Johannes Büll und Ruth Hüsing. Es fehlen auf dem Bild Anna Büscher-Eilert, Anne Telgmann und Stefanie Brunstering. Foto: Bischöfliche Pressestelle / Gudrun Niewöhner
von links: André Heinze, Annegret Geisler, Ingrid Reuver, Maria Eckrodt-Bülters, Pfarrdechant Johannes Büll und Ruth Hüsing

Grenzverletzung, Übergriffigkeiten, sexueller Missbrauch – dem will die Horstmarer Pfarrei St. Gertrudis mit einem Institutionellen Schutzkonzept (ISK) vorbeugen, zu dessen Erstellung das Bistum Münster alle Pfarreien und Einrichtungen verpflichtet hat. Beratend begleitet wurde die Projektgruppe dabei von Yvonne Rutz, Präventionsfachkraft des Bistums.

Den Vertretern der Gremien und Jugendgruppen von St. Gertrudis geht es vor allem um eine bewusste Haltung, zu der auch ein neuer Umgang mit Sexualität und Macht sowie mit Kommunikation und Feedback gehört. Sie haben sich an den vom Bistum vorgeschlagenen Bausteinen für ein Schutzkonzept orientiert, sie lokal überarbeitet und ergänzt. Wichtig war allen, dass das Konzept möglichst kompakt formuliert, gut verständlich und vor allem praxistauglich ist. Dabei sind sie konzentriert und substanziell an das Thema herangegangen. Die Schutzkonzepte sollen das Risiko sexualisierter Gewalt in den kirchlichen Einrichtungen vor Ort senken. Gleichzeitig soll die Chance erhöht werden, im Falle eines Missbrauchs qualifizierte Hilfe zu erhalten. Der Risikoanalyse und dem Verhaltenskodex haben die Verantwortlichen die meiste Aufmerksamkeit gewidmet.

Das fertige Schriftwerk für St. Gertrudis ist inzwischen vom Kirchenvorstand abgesegnet worden. „Damit tritt es in Kraft“, sagt Yvonne Rutz.

Unmissverständlich kommt in dem Papier zum Ausdruck, dass die Verantwortlichen in der Pfarrei keine Grenzverletzungen im Kontakt mit Schutzbedürftigen dulden. Im Hinblick auf die Messdiener- und Kinderchorarbeit sowie die Katechese habe der Verhaltenskodex eine besondere Aufmerksamkeit bekommen, betont Arbeitsgruppenkoordinatorin Annegret Geisler. Dabei könne es auch um scheinbare Kleinigkeiten gehen, wie beispielsweise das Rufen eines Kosenamens, den das Kind nicht mag, oder um die Frage, wer von wem welche Geschenke annehmen dürfe. 

Um sexualisierter Gewalt vorzubeugen, thematisiert das ISK besonders die Bedeutung von Nähe und Distanz. Auch wurde im Austausch Wert auf eine Feedbackkultur gelegt.

Grundsätzlich, so die Erfahrung von Pfarrdechant Johannes Büll, werde das Schutzkonzept in den Pfarreien positiv aufgefasst: „Vieles ist selbstverständlich und geschieht schon automatisch.“ Beispielsweise das Vorlegen eines erweiterten Führungszeugnisses von Haupt- und Ehrenamtlichen, die bei ihrer Arbeit mit Kindern im Kontakt sind.

Mit der Verabschiedung des ISK ist das Thema allerdings nicht abgehakt. „Wir werden uns das Papier regelmäßig vornehmen, es überprüfen und anpassen“, verspricht Büll.

Bildunterschrift: Eine Arbeitsgruppe hat mit Unterstützung der regionalen Präventionsfachkraft Yvonne Rutz ein Institutionelles Schutzkonzept (ISK) erstellt - von links: André Heinze, Annegret Geisler, Ingrid Reuver, Maria Eckrodt-Bülters, Pfarrdechant Johannes Büll und Ruth Hüsing. Es fehlen auf dem Bild Anna Büscher-Eilert, Anne Telgmann und Stefanie Brunstering.
Foto: Bischöfliche Pressestelle / Gudrun Niewöhner

 

 

Logo Bistum Münster