Informationen für Schulen

 ACHTSAMKEIT fördern
Grenzverletzungen und sexualisierter Gewalt entgegen treten
   

Schulen sind in einer besonderen Situation: Es gehört zum beruflichen Auftrag der Lehrerinnen und Lehrer, die sexuelle Identitätsentwicklung der Kinder und Jugendlichen pädagogisch zu begleiten. Deshalb sind in den Schulen Maßnahmen zur Prävention sexualisierter Gewalt beruflichen Fortbildung. Entsprechend werden die Schulungen angepasst. Die Verantwortlichen des Schulträgers arbeiten mit einem Team der Ehe-Familie-Lebensberatung - efl im Bistum Münster zusammen, deren Mitglieder neben ihrer akademischen und beraterischen Ausbildung über eine spezielle Moderatorenausbildung verfügen. 

Die Katholischen Schulen in freier Trägerschaft führen in den Schuljahren 2014/15 bis 2016/17 innerhalb der Räumlichkeiten der jeweiligen Schule eine Schulung zur Prävention sexualisierter Gewalt durch, von der alle Lehrer/innen der Schule und die nicht pädagogischen Mitarbeiter/innen erreicht werden. Termine und organisatorische Details werden in enger Abstimmung mit den Schulen verabredet. 

Der zuständige Koordinator für die Schulungen an freien katholischen Schulen ist

Michael Sandkamp
Telefon: 0251 495-404
sandkamp@bistum-muenster.de


Details zum Ablauf:

  • Terminierung der Schulung zur Prävention sexualisierter Gewalt
  • Planungsgespräch mit Schulleitung und Kolleginnen und Kollegen der Schule
  • "In Sichtweite" der Schulung: Informationen der Lehrerkonferenz
  • Die Schulung selbst: Insgesamt 12 Zeitstunden = 16 Akademie-Stunden füllen eine zweitägige Blockveranstaltung unter Inanspruchnahme eines zusätzlichen unterrichtsfreien Tages, den die Schule dafür in Anspruch nehmen kann. Die Veranstaltung findet in den Räumen der Schule statt.
  • Die Mitglieder des Moderatoren Teams arbeiten u.a. mit Workshop-Gruppen von ca. 15 Teilnehmern. Das erleichtert

    • das (praktische) Training von Verhaltensmöglichkeiten
    • die Reflexion der persönlichen Relevanz des Themas
    • die Thematisierung eigener beruflicher Erfahrungen und Probleme

  • Zeitnah finden Elternabende zu relevanten Themen und Themenkomplexen statt.


Zu den Hintergründen und Absichten:

  • Es geht um eine pädagogische Reaktion auf ein gesellschaftlich lange tabuisiertes Phänomen.
  • Die Tabuisierung betraf in besonderer Weise auch die Kirchen.
  • Ein Generalverdacht gegen kirchliche Mitarbeiter ist gleichwohl beleidigend, ungerechtfertigt und kontraproduktiv.
  • Es geht auch um Enttabuisierung der Themen Sexualität und Machtmissbrauch.
  • In den Schulen ist das Thema "Prävention gegen sexuelle Gewalt" kein neues Thema, die meisten Schulen haben bereits damit zu tun gehabt.
  • Insgesamt ist der Blick auf einzelne Schüler/innen zu fördern, deren individuelle Dispositionen und konkrete Situationen.
  • Eine systemische (auf das System der Schule bezogene) ist wichtig für nachhaltige Wirksamkeit der Maßnahmen zur Prävention sexualisierter Gewalt.
  • Kriseninterventionen, Ablaufpläne, extra-systemische Partner und die besondere Bedeutung schulinterner Ansprechpartner sind weiter zu klären.
  • Die freien Katholischen Schulen sind Räume, in denen Kinder und Jugendliche mit ihren Erfahrungen aufgefangen werden und ihre persönliche Entwicklung eine qualifizierte professionelle Begleitung findet.

Foto: Michael Sandkamp

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